Team Fahrlässig – back on the road again

Am 19.05 und 20.05 war es wieder soweit, das nächste Straßenrennen stand für uns an. Nachdem wir in der Saison 2017 unseren ersten Radmarathon in Mondsee und ein Einzelzeitfahren am Attersee absolviert haben, steht nun der Plan für 2018. Und wir waren gespannt, was uns beim Radmarathon in Imst erwarten würde.

Am Samstag hieß es beim Kurbelsprintrennen Beine für den Radmarathon am nächsten Tag aufwecken. Bei einem Anstieg von 1600m und 160hm konnte man seine Bergfahrkünste unter Beweis stellen. Eine neue und spannende Erfahrung.

Kurbelsprintrennen

Am Sonntag hieß es um 5 Uhr aufstehen und wach werden für den Imster Radmarathon, der um 7 Uhr seinen Startschuss fallen ließ. Michi stellte sich der längsten und sicher härtesten Strecke mit 120km und 2300hm. Chiara kämpfte sich bei 90km und 1300hm durch. Der Start ging die ersten zehn Kilometer neutalisiert von statten. Das bedeutet, dass zunächst ein Begleitfahrzeug das Tempo drosselt und so die Teilnehmer langsam aus der Stadt auf die Strecke führt. Zu Beginn wurde die Straße nach 500m von einer sehr breiten, zu einer sehr engen und nur halb so breiten Straße, sodass am Anfang ein bisschen Chaos herrschte. Wie das bei so einem Rennen nun mal ist, möchte natürlich jeder so schnell wie möglich vom Start weg und sein Tempo fahren. Das war an dieser Stelle leider nicht möglich. Nach 10km war der Spuk dann aber zum Glück vorbei und das Feld teilte sich langsam auf. Die landschaftlich ansprechenden Strecken waren von einigen brutalen Anstiegen gekennzeichnet. Bei Michi’s Strecke war, unter anderem, der sogenannte Heiminger Berg zu bezwingen, welcher auf einer Strecke von weniger als 10km 1000hm umfasste, was einen durchschnnittlichen Anstieg von ca. 10% entsprach, mit Rampen von bis zu 17%. Trotz ungewohnt langer Anstiege konnten wir uns beide beim Rennen gut im Mittelfeld platzieren. Und sind damit sehr zufrieden, mit unserer Leistung im ersten Rennen des Jahres.

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Aufregung vor dem Start, die Anspannung steht uns ins Gesicht geschrieben.

 

Michi auf der Strecke A mit 120km und 2.300hm.
Chiara auf Strecke B mit 90km und 1.300hm.

An dieser Stelle wollen wir auch unserem Sponsor Ricky Smith vom Fahrlässig in Nürnberg für die tatkräftige Unterstützung danken!!

Seid gespannt, das nächste Rennen kommt bestimmt….

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Wir sind zurück – ein Lebenszeichen!

Hallo zusammen,

Über 2 Jahre haben wir nun unseren Blog hier. Ja und er ist irgendwie ziemlich eingeschlafen. Aber es ist eben wirklich Zeit intensiv das neben Sport, Arbeit, Familie und natürlich der nötigen Zeit für uns alles aufrecht zu halten. Chiara ist seit Monaten voll aufs Lernen fokussiert.  Am 26.03. hat sie es nun endlich geschafft. Ich habe vor fünf Monaten den Arbeitsplatz gewechselt. Seitdem findet ihr mich jetzt im Zweirad Stadler in Nürnberg in der Nopitschstraße in der Fahrradbekleidungsabteilung. Das sind alles Dinge, die wie ihr euch vorstellen könnt, auch Energie und Zeit kosten. Auch die sportlich neue Ausrichtung hat zeitliche Veränderung mit sich gebracht. Laufen gehen wir beide eigentlich kaum noch. Letztes Jahr war der Fokus zum ersten Mal aufs Radfahren gelegt. Die Höhepunkte waren ganz klar die Ausflüge in die Berge, zum Mondsee Radmarathon zum King of the Lake am Attersee und das Bezwingen des Timmelsjochs. Chiara kam dann trotz des hohen Lernpensums auf gute 8.000km und ich auf 10.000km. Als Grundlage für ein radorientiertes 2018 sind wir damit beide sehr zufrieden.

 

Grade bei mir tut sich im Moment auch im Training einiges. Ich habe mir ein CX Rad gekauft mit dem ich schon den ganzen Winter fleißig Kilometer sammle. Um mein Training besser steuern zu können habe ich mir ein Vector 3 System von Garmin gekauft. Na und dass ich die Kraft dann noch besser aufs Rad bekomme habe ich mir gleich noch einen neuen Schuh von Shimano gekauft, den S-Phyre. Das waren beides keine günstigen Investitionen doch im Hinblick auf unser Traumziel den Ötztaler Radmarathon 2018 wohl beides ein sinnvoll.
An meinen Erfahrungen mit den neuen Produkten möchte ich euch gerne teilhaben lassen. Ich werde versuchen 1x im Monat einen Bericht über meine Trainingsfortschritte zu teilen. Zusätzlich werde ich euch zu den neuen Trainingsgeräten jeweils einen Erfahrungsbericht liefern.
Chiara wird bestimmt auch wieder mehr Zeit haben, wenn sie Anfang April endlich den Kopf frei hat. Jetzt heißt es erst mal alle Daumen drücken für die Startplatzverlosung für den Ötztaler Radmarathon am Donnerstag. Wenn wir da hoffentlich eine Zusage bekommen, wird gleich weiter Daumen gedrückt für Chiaras Prüfungen Ende März.

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Wir freuen uns über Eure Anregungen oder Tipps für weitere Blockbeiträge.

Bis bald!

Euer Michi

Activator – der Energie Shot für Zwischendurch

Ein kleines Wundermittel ist er, der Activator von Sponser. Entdeckt habe ich ihn  für mich im letzten Jahr bereits bei meiner Vorbereitung auf das Leichtathletik Examen für die 3000m Laufdisziplin. Als Unterstützung im Training, aber vor allem auch als Antrieb im Wettkampf.

Eine kleine Ampulle, die viel Wirkung zeigt. Egal ob auf dem Rad oder beim Laufen, der Activator ist fast immer die richtige Wahl. Aber lest selbst, hier ein kleiner Test- und Erfahrungsbericht und eine ausführliche Beschreibung über das Produkt.

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Natürlich wird das Produkt zunächst ein Mal im Training getestet, um beim Wettkampf sich keine Gedanken über dessen Verträglichkeit machen zu müssen und um die Wirkungsdauer bestimmen zu können. Deshalb habe ich letztes Jahr im Frühling mit meinem Test begonnen. Gleich beim ersten „Schluck“ des flüssigen Inhalts der Ampulle habe ich gewusst: Das ist es! Geschmacklich schon mal optimal. Vergleichbar mit einem Redbull Energy Getränk, allerdings deutlich intensiver. Jedoch nicht zu süß oder zu sauer, einfach optimal auf den Punkt getroffen, zumindest für meinen Geschmack! Die Wirkung setzt auch ziemlich schnell ein. Genommen habe ich den Activator das erste Mal beim Bahntraining, nach dem Einlaufen und vor den schnellen Intervallen. Kaum eingenommen, scharrt man schon mit den Hufen und will einfach nur noch los laufen. Die Energie ist voll und ganz da, man ist fokussiert und konzentriert auf die anstehende Einheit, und es läuft! Auch einige weitere Male habe ich das Produkt noch beim Lauftraining getestet und immer wieder oben beschriebene Erfahrungen gemacht. Am Wettkampftag selbst habe ich ihn circa zehn Minuten vor Startschuss zu mir genommen, um die volle Wirkung auskosten zu können. Und das mit Erfolg, mir ist die neue Bestzeit so zu sagen zugeflogen. 12:32min für 3000m im Examen, damit konnte ich mehr als zufrieden sein.

Auch beim Radfahren ist der Activator ein treuer Begleiter, wenn mal nix mehr geht (am besten schon ein paar Minuten zuvor), Ampulle öffnen und einnehmen. Das Koffein zeigt seine Wirkung sehr schnell.

Nun ein paar Details zum Produkt, damit man auch weiß was dahinter steckt.

Verpackung: kleines Röhrchen mit Schraubverschluss

Inhalt: 25 ml mit 200 mg Koffein

Einnahmeempfehlung laut Hersteller: 1h vor der Belastung (würde ich jedoch individuell testen, da es bei mir schon deutlich früher wirkt)

Inhalt: Wasser, Fructose, Guarana, Grüntee, Mate, Zitronensäure, Koffein, Konservierungsstoffe, Süßungsmittel, Aroma

Kalorien pro 25 ml: 22,71 kcal

Hinweis für Allergiker: Laktose- und glutenfrei

Aber nun probiert ihn selbst aus, den Activator von Sponser, den kleinen Helfer in der Not 🙂

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Stilfser Joch verleiht Flügel

Das Stilfser Joch ist mit einer Höhe von 2757m der höchste Gebirgspass Italiens und wird unter anderem auch als die Königin der Passstraßen bezeichnet. Der Anstieg von Prad aus ist mit 22 Kilometern und 1700 Höhenmeter schon eine Ansage. Die Runde führt am Rückweg über die Südrampe und Bormio mit dem Umbrailpass über die Schweiz wieder zurück nach Prad.

Klingt cool – machen wir! So unsere Idee bei der Urlaubsplanung. Um den eindrucksvollen Alpenpass fahren zu können haben wir uns diesen Sommer mit einigen Radkilometern bei Laune gehalten und sind in unserem Urlaub auch bereits zwei Touren gefahren. Ein mal ins Martelltal und das andere mal ins Matschertal. Super Gelegenheiten um die Form für den großen Tag zu testen.

Am 27.08 hieß es dann früh raus aus den Federn. Um 5 Uhr klingelte der Wecker….AUFSTEHEN!!!! Michi kam gleich raus aus dem Bett, die Aufregung war ihm förmlich anzusehen. Ich drehte mich lieber noch ein Mal um und genoss die paar Minuten zusätzlichen Schlaf. Am Vorabend hatten wir schon alle nötigen Sachen in den Rucksack gepackt und das Radoutfit bereit gelegt, dachten wir zumindest. Als wir aufstanden war es noch finster, nein, stock dunkel. Das war so nicht geplant. An meinem Rennrad hatten wir am Vortag bereits ein Licht befestigt, das zweite für Michis Rad war allerdings nicht auffindbar. Vielleicht hatten wir es bei unserem Packstress schon in die Heimreisetasche gesteckt, dachten wir. Also räumte Michi die ganze Tasche in der Früh noch mal aus und die Zeit bis zum Losfahren wurde immer knapper. Bis ihm jedoch die Idee kam, dass wir sie bei den letzten beiden Ausfahrten vielleicht in meinen Rucksack gepackt hatten, da war sie dann zum Glück auch 🙂 So jetzt sollte aber für den Rest des Tages nichts mehr schief gehen. Radoutfit an, Rücksäcke aufgeschultert, ein letzter Bissen vom Marmeladenbrot und los geht’s! Von Burgeis eine 15 Kilometer lange Abfahrt nach Prad, dem Startpunkt der Radrunde des Stilfser Jochs.

Ab geht’s um 6.10 Uhr vorbei an der Burg von Burgeis und runter in Richtung Tal.

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Langsam wird es hell. In Prad treffen wir auf Paul, der auch gleich noch ein Start Foto von uns macht, er begleitet uns den ganzen Tag 🙂IMG_5184

Noch etwas müde und angespannt, aber absolut bereit für den großen Tag!

Um 6.45 Uhr brechen wir dann gemeinsam auf und machen uns auf den Weg nach oben. Paul haben wir auf dem Rennradlerportal quäldich.de kennengelernt. Ein netter Zeitgenosse, der uns den Weg nach oben mit seinen Gesprächen gleich viel leicht macht.

Der Strecke geht zunächst relativ gerade und flach nach oben. Wir spüren die Steigung kaum und erfahren, dass Paul, aus Mainz, auch noch für ein paar Tage Urlaub in der Gegend macht und von unserem Beitrag vom Martelltal so begeistert war, dass er es am nächsten Tag gleich fahren will. Die Steigung wird nach und nach etwas steiler, doch kein Problem für uns, wir sind ja gut trainiert. Ab und zu halten wir an, um ein paar schöne Fotos von der Umgebung zu machen, das genießen wir besonders. Auch Paul ist begeistert, es ist auch sein erstes Mal auf dem Passo dello Stelvio und wir sind froh diesen tollen Tag mit ihm teilen zu können. Die Sonne geht auf, die Vögel zwitschern und der Tag beginnt und wir haben schon gleich die Hälfte geschafft 🙂

Erste Gespräche mit Paul, die ersten 1000Hm waren schnell und ohne Probleme geschafft!

Das Grinsen am Gesicht wächst langsam, gar nicht mal so anstrengend wie gedacht.

Also nix wie weiter. Immer wieder hört man einen von uns dreien sagen „ist das nicht traumhaft schön hier?!“ und das war es. Das Wetter war optimal, in der Früh schon 17 Grad Celsius Außentemperatur und eine Sicht, die Bilder eigentlich gar nicht beschreiben können, so weit und atemberaubend! Nach und nach überholen wir immer mehr Radfahrer. Der absolute Wahnsinn, wie viele Verrücke sich um diese Uhrzeit schon auf den Weg nach oben gemacht haben. Wir treffen Mountainbiker, Tourenradler und auch viele andere Rennradfahrer. Ein paar Ambitionierte überholen uns auch, aber mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Es macht uns nichts aus, denn der Tag ist einfach nur zum Genießen da!

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Da wir so früh aufgebrochen sind konnten wir sogar zu dritt nebeneinander fahren. Luxus und an normalen Tagen nicht denkbar, da es ein sehr viel befahrener Pass ist.

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Und dann liegen sie vor uns, die berühmten Serpentinen des Stilfser Jochs.

Und dann erscheinen sie. Kaum unten losgeradelt erreichen wir die berühmten  Serpentinen, danach ist es schon geschafft, das Stilfser Joch bezwungen, nicht mehr weit bis zu unserem Jahresziel. Bis hier hin fühlt sich der Weg nach oben wie fliegen an. Wir haben ein angenehmes Tempo gefunden, mit dem wir alle drei einverstanden sind und uns noch super unterhalten können. Der Weg nach oben ist so gut wie geschafft, nur noch die letzten Kehren trennen uns von unserem Ziel 😉

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So nimmt jeder etwas anders die Kurven, der eine etwas weiter, die andere etwas enger.

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Da war es schon fast geschafft. Die Hälfte der Kehren schon rum. Wahnsinn wie von alleine.

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Also nichts wie weiter, wir wollen ja noch nach ganz oben.

Als kleine Zwischenstation gab es noch einen Trikotverkauf, an dem wir natürlich halten mussten. Ein Radtrikot für 20€ von diesem tollen Tag durfte nicht fehlen. Zum Glück hatten wir noch etwas Platz in unseren Rucksäcken. Der Weg schlängelte sich weiter und weiter. Und ehe wir uns versehen haben waren wir auch schon oben angekommen. Nach 2:30h Fahrtzeit, nur bergauf sind wir oben, wir haben die Königin der Passstraßen bezwungen.

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Der erste Eindruck von oben. Auch Erstehilfe Autos gehören zu so einer großen Radveranstaltung dazu.

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Das schöne Passchild war einfach komplett zugeklebt mit Aufklebern, aber uns egal, das Adrenalin steigt, wir haben es geschafft, aber das soll’s schon gewesen sein?! Das war doch gar nicht Mal so anstrengend. So richtig wahr haben können wir es noch nicht.

Zum Glück gab es noch ein echtes Ersatzschild, bei dem wir auch alle drei noch einen Platz finden können. Das Grinsen bekommt von uns heute keiner mehr aus dem Gesicht (ehrlich gesagt muss ich beim Schreiben gerade auch immer wieder Grinsen).

Nachdem wir die Lage oben abgecheckt haben und die Bilder geknipst waren gab’s erst ein Mal für alle eine Runde Bratwurstsemmeln 🙂 Belohnung muss sein.

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Traumhafter Ausblick auf den gefahrenen Anstieg und die wunderschönen Serpentinen. Einzigartig.

Aber wer rauf fahren kann, der muss auch irgendwie wieder runter. In unserem Fall heißt das Weste an (im Rucksack hatten wir ja viele Sachen verstaut) und ab nach unten.

Über etwas schmalere Sträßchen geht es bergab in die Schweiz. Ein komisches Gefühl ein anderes Land zu betreten, aber die Abfahrt ist so cool, man merkt fast gar nichts davon. Wir kommen in den totalen Flow 🙂 Die Straße passt, Michi muss nicht so oft bremsen, nur ich hab immer mal wieder den Gedanken, was wohl passiert wenn man die Kurven bei der Abfahrt nicht schön eng fährt und über die Kehren ohne Leitplanke hinaus fährt. Aber schnell weg mit den schlechten Gedanken, weiter fahren und die Abfahrt genießen, ein Traum!

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Der Weg nach unten.

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Und schon geht es wieder weiter, ab im die Schweiz

Die Grenzstation erscheint recht schnell, schon sind wir wieder in Italien, das war ein kurzer Ausflug.

Unten wieder im flachen angekommen wird das erste Mal an diesem Tag richtig Fahrt aufgenommen, aus eigener Muskelkraft. Es ist ja auch das erste Mal, dass es flach wird. Und zack, da waren wir schon wieder in Prad. Es war nicht mal 12 Uhr als wir wieder dort ankommen. Wir entscheiden uns Paul noch unsere Lieblingseisdiele in einem Nebenort namens Glurs zu zeigen und genießen unser Sieger Eis am Dorfplatz. Danach verabreden wir uns noch zum Abendessen mit unserem neu gewonnenen Freund.

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Auf dem Weg zurück in die Ferienwohnung.

Platt und überglücklich kommen wir wenig später an unserer Ferienwohnung an. wir beschließen unseren doch etwas müden Beinen noch etwas Entspannung zu gönnen und gehen in die Sauna. Ein gelungener Tag. Unbeschreiblich schön. Wir sind so stolz das geschafft zu haben. Wir hatten riesen Respekt, aber es war dann doch nicht so wild wie wir dachten. Vielleicht waren wir aber auch einfach nur sehr gut vorbereitet.

Es ist einfach schön, solche Dinge gemeinsam erleben zu können. Gemeinsam mit dem Partner seine Grenzen zu überwinden, Neues, Unbekanntes zu erleben, die Natur zu genießen und ein Grinsen auf dem Gesicht zu haben, dass man nur verstehen kann, wenn man es selbst miterlebt hat.

Danke Paul für deine nette, offene Art. Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

Probiert es selbst aus, ich kann es nur bestens empfehlen.

Wir haben es geschafft!!!!!!!!

Eine grinsende und mehr als stolze Chiara 🙂

#zuzweitamglücklichsten 🙂

Martelltal mit dem Rennrad

Endlich ist es soweit und wir starten unsere erste Rennradtour in Südtirol, im Sommer 2016. Das Ziel ist das Martelltal, im Naturpark Stilfser Joch. Für unsere Verhältnisse klingelt der Wecker schon sehr zeitig, um halb sieben. Das frühe Aufstehen wird uns durch einen grandiosen Blick auf die Berge und Gletscher des Vinschgaus erleichtert.
Während die Sonne langsam die Gipfel gegenüber wach küsst, frühstücken wir und machen uns startklar.
Der ungewöhnlich frühe Start mit den Rädern erschien uns sehr sinnvoll, da wir die ersten Kilometer auf dem Reschenpass bergab rollen und morgens auf der Strecke noch nicht all zu viel Verkehr ist. Mit den Massen an Autos und LKW’s  ist das nämlich nicht so angenehm. Mit einer kleinen Verspätung geht es um acht Uhr los und wir rollen in Richtung Prad am Stilfser Joch.

Von dort aus geht es nun auf dem Radweg in Richtung Meran. Gemütlich schlängelt sich der Weg die Etsch entlang.

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Teilweise geht es durch einige Biotope in denen, der ansonsten sehr schön asphaltierte Radweg,  leider einer Schotterpiste weicht. Die teilweise sehr fein geschotterten welligen Abschnitte bereiten uns nicht grade sehr viel Freude, vor allem, weil wir ja nicht wissen, wie lang sie sind. Zum Glück sind es nur 5 kürzere Stücke (Gesamt Ca. 5KM) bis zu unsere Auffahrt ins Martelltal.

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Von Morter aus geht es nun gleich richtig los. Die gut ausgebaute Straße, die kaum befahren ist, schlängelt sich auf den ersten Kilometern schon ein mal mit einigen knackigen Steigungen nach oben. Links und rechts von uns thronen herrliche Berge, vor denen wir uns winzig fühlen und in der Mitte des Tales rauscht uns ein Bergfluss entgegen.

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Bei so einem einmaligen Ausblick fahren sich die ersten 1000 Höhenmeter Anstieg wie von selbst.

Kurz vor dem Ende des Tales bietet sich uns ein einmaliges Bergpanorama vor einem blau- grün schimmernden Stausee, dem Zufrittsee.

Die letzten KM haben es noch mal in sich es geht einige Kehren über 1,5 Kilometern mit 14% Steigung nach oben.
Am Ende der Ausbaustraße angekommen haben wir eine Höhe von 2050 Metern erreicht und von unserem Startpunkt aus bereits 1400 Höhenmeter zurückgelegt.

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Nach einer gemütlich Pause mit einem alkoholfreiem Bierchen und einer viel zu kleinen Portion Pommes geht es wieder ab auf’s Rad und rein in die 20 KM lange Abfahrt.
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Wieder Zuhause angekommen gibt es nach einer erfrischenden Dusche erst mal was gescheites zum Essen und zu Trinken 😉
Etwas stolz sind wir nun schon auf das, was wir da heute geschafft haben.

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Immerhin rund 2100HM (die angaben unserer Uhren variieren da etwas) auf 115KM in 5 Stunden 30 .
Vor allem auf Chiara bin ich wirklich sehr stolz, wie sie sich da heute geschlagen hat.
Wenn ich da an unsere ersten gemeinsamen Touren denke, sind das Welten und das alles trotz der wenigen Zeit die wir gemeinsam auf dem Rad verbringen konnten.
Aber die Zahlen sind da heute eher Nebensache, die tollen Eindrücke die wir beide sammeln konnten werden wir ewig haben.

Die Freude auf das Stilfser Joch steigt immer mehr.
Mal sehen wo es uns noch hin verschlägt in den restlichen Tagen.

Liebe Grüße aus dem sonnigen Südtirol und Berg Heil

Euer Michi

Der Monat Juli

Der Monat Juli, ja was sollen wir dazu sagen? 30 Tage voller Arbeit, Examen, Klausuren und Sport in denen wir beide viel erlebt haben.

Da Synergy Sports umzieht ist Michi im Moment sehr eingespannt auf der Arbeit, es gibt viel zu planen, bestellen, abzubauen und umzuräumen. Bei mir sah’s mit dem Stress nicht anders aus. Eine Prüfung jagte die nächste und die Examen in Fußball und Leichtathletik standen auch auf dem Plan. Also was tun in der wenigen Freizeit? Natürlich ganz viel Sport und wenn’s ging am besten natürlich gemeinsam.

Rund 40h Sport haben wir beide im Monat Juli auf unser Konto gebracht, doch wie passt das alles zusammen?

Radfahren

Der Sport der uns diesen Monat am meisten begeistert hat. Die Geschwindigkeit die man selbst erzeugt zu spüren und wie mit dem Rad und der Straße zu einem verschmilzt und das egal bei welchem Wetter ist schon etwas einzigartiges.

Michi ist oft und lange Rad fahren gegangen, soweit es seine freien Tage zugelassen haben, damit ich in Ruhe lernen konnte. Es war eine super Möglichkeit mal für ihn abzuschalten und für mich die Zeit gut zu nutzen, um danach wieder füreinander da zu sein. Nach dem Lernstress konnte auch ich eine Tour alleine machen.

                   Radtour Richtung Moritzberg, ein paar Hügel und Berge musste dabei daran glauben.

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Michi’s erstes Bergintervalltraining hatte es in sich! Mit mir leider nur als Fotograf, da ich die Beine für den 3000m Lauf frisch halten musste.

Erkundung des Naturparks Frankenhöhe mit 40km Gegenwind.

Aber wir konnten auch einige Touren gemeinsam fahren und die Natur und Geschwindigkeit zusammen genießen. Egal ob Kalchreuth, in der Fränkischen Schweiz, im Fürther Land oder im schönen Treuchtlingen wir fanden einige neue Strecken, die wir erschließen konnten.

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Kleine Feierabendrunde mit neuer top Geschwindigkeit – 29km/h bei 60km. 

Radtour mit 110km und fast 1000hm mit dem Glatzenstein in der Fränkischen Schweiz.

Pause in der Schlossgaststätte Deberndorf, viel Gegenwind auf der Strecke 70km – 29km/h.

Die letzte gemeinsame Tour im Monat Juli führte uns in Michi’s Heimat nach Treuchtlingen. In der hügligen Gegend lassen sich schnell ein paar Höhenmeter sammeln. Außerdem haben wir bei dieser Tour versucht uns an die Intensität und die zeitliche Länge der geplanten Tour am Stilfser Joch anzunähern. Unser Ziel ist der „Open Bike Day“ der dort jährlich stattfindet. Ein Mal ganz ohne normalen Straßenverkehr zu fahren und dann in so einer Höhe wird sicher ein tolles Erlebnis werden. Aber zurück zu dieser Ausfahrt.Ziel waren 1700 Höhenmeter zu schaffen. Los ging’s Sonntag Morgen mit wechselhaftem Wetter, aber es schien erst ein mal trocken zu bleiben, also los aufs Rad. Die erste 75 Kilometer liefen relativ locker, mit 900 Höhenmetern war auch ein ganz schönes Stück schon geschafft. Dann eine kurze Pause bei den Schramms, Flaschen auffüllen, ein Duplo essen und weiter ging’s. Schon beim wieder Losfahren war das erste Donnergrollen zu hören, mir wurde schon etwas mulmig, aber jetzt wollten wir uns das Ganze auch nicht mehr nehmen lassen, wie sagt Michi immer so schön „Jetzt gehört’s uns doch schon“! Also weiter. Es fing an zu regnen und es wollte einfach nicht mehr aufhören. Wir wechselten immer wieder zwischen mit Jacke und im Trikot fahren, bis wir irgendwann beschlossen hatten, dass der Regen so stark geworden ist, dass ohne Jacke fahren nur noch zum Auskühlen führen würde. Also Jacken wieder an und weiter. Das Wasser sammelte sich so langsam komplett auf den Straßen. Bei den Abfahrten  mussten wir komplett mit angezogener Handbremse fahren, was das Ganze nicht weniger anstrengend machte. Vor allem sammelte sich viel Dreck auf den Wegen, der mit dem Rennrad nicht gerade leicht zu befahren war. Doch nach 3 Stunden Regen hatten wir es dann geschafft 130 Kilometer mit 1700 Höhenmetern unsere längste Tour mit den meisten Höhenmetern und zwei verdammt stolzen Sportlern!

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75km trocken, dann 50km nass und das mit 1700hm

Zusammenfassung Radfahren – Vorbereitung auf die Tour hoch auf’s Stilfser Joch läuft! Michi ist bestens dabei und in der Form seines Lebens, er schwebt die Hügel und Berge nur so hinauf. 777 Kilometer Radfahren mit 8000 Höhenmetern können sich absolut sehen lassen. Ich bin etwas hinterher aber habe es in dem Monat auch auf stolze 500 Rad Kilometer geschafft. Die Herausforderung steht, der Alpenpass kommt im August.

Laufen

Ein mal in der Woche war Bahntraining angesagt. Dabei war immer die Devise: Was muss das muss. Denn 3000m ließen sich noch lange nicht im Schlaf schnell laufen, es war ein harter Kampf, die ständigen Tempoeinheiten am Leichtathletik Gelände!! Doch zu zweit war’s ein kleines bisschen leichter.

3000m Testlauf mit Michi als Pacemaker – 12:54min

Und irgendwann war es dann soweit, der Tag X war gekommen, das Leichtathletik Examen. Zwei Tage Aufregung und Zittern, mit wenig Schlaf und viel Leerlauf zwischen den Disziplinen. Der wichtigere Tag war der der Leistungen. Um 6 Uhr klingelten der Wecker, aufstehen! Um ca 7 Uhr haben wir das Haus verlassen, ich schon mit einem mulmigen Gefühl im Magen – heut zählt’s. Natürlich aber nicht nur das Laufen, um 8 Uhr ging es los mit Schleuderball und Weitsprung, 13 Wochen Training langen hinter mir und ich wusste, Spitzenleistungen würde ich trotzdem nicht erzielen. Beim Schleudern war das Glück einfach nicht auf meiner Seite, 27,50m ist zwar nicht schlecht, aber leider nicht mehr ausreichend. Dafür bekam ich den Lohn für mein Training dann beim Weitsprung mit einem neuen PR von 4,05m war ich mehr als zufrieden. Um 10,30 Uhr war der erste Teil schon zu Ende, jetzt hieß es warten bis zum Startschuss der Läufe um 18 Uhr. Viel zu lange Wartezeit, die einfach nicht vergehen wollte. Michi hat mich an diesem langen Tag aber zum Glück begleitet und ist in der Früh mit einer Freundin zu Rennrad fahren aufgebrochen. Und konnte dann die lange Zeit bis zu den Läufen mit mir gemeinsam waten und mir ein bisschen die Aufregung nehmen. Er selbst wusste wie viel es mir bedeutete eine super Zeit hinzulegen. Die Anforderungen waren hoch. Und dann war es so weit, der Startschuss zu Lauf ist gefallen. 3000m Vollgas, Kopf ausschalten und einfach laufen. Michi stand am Rad der Bahn und motivierte mich bei jeder Runde, die anderen Sportstudenten saßen auf der Tribüne und schoben einen nach vorne. Es lief! Der erste Kilometer verging wie im Flug – 4.10min stand auf meiner Uhr, 5 Sekunden zu schnell als geplant, aber egal, meine Beine fühlten sich so frisch an, es musste gehen. Auf den nächsten Runden überholte ich immer wieder ein paar andere Mädels, das schob zwar an, aber machte auch etwas langsamer, da der Weg vorbei nicht immer einfach war. Kilometer 2 – 4.16min, 1 Sekunde langsamer als geplant. Nun waren die letzten zwei einhalb Runden dran. Alles geben, all out, einfach nur ballern! Das war es was mein Kopf immer wieder zu mir sagte. Aber erst ein mal noch cool bleiben. Die halbe Runde war schnell vorbei, jetzt nur noch zwei Mal rum. Vollgas! Auf der letzten Runde konnte ich noch ein mal eine Kommolitionin einholen, das zog mich nach vorne. Die letzten 200m, Zielsprint, ich hatte einfach alles gegeben, die Uhr schon lange nicht mehr im Blick, einfach nur noch die Beine laufen lassen. Und da war es schon vorbei. G E S C H A F F T! Im Ziel, der letzte Kilometer in 4.06min, macht eine Gesamtzeit von 12.32min, neue Bestzeit. Ich ließ mich ins Gras fallen und lag erst mal gefühlt eine halbe Ewigkeit da. Unfähig zu sprechen oder mich zu begwegen. Ich spürte Leute auf meine Schulter klopfen und hörte „gut gemacht Chiara“ aber ich konnte die Augen noch nicht öffnen, ich lag einfach nur da. Und dann kam er zu mir und nahm mich in den Arm. Drückte mich ganz fest an sich und sagte mir er sei so wahnsinnig stolz auf mich. Da war mir erst bewusst, dass ich es endlich geschafft hatte. Mein Ziel erreicht und den stolzesten Freund und Trainer überhaupt vor mir hatte. Der immer an mich geglaubt hatte und für mich da war und ist. Der einfach jeden freien Tag mit auf die Bahn gekommen ist, mir sein Wissen weiter gegeben hatte und mich nun mit so leuchtend strahlenden Augen anschaute wie ich es vorher noch nicht kannte. Es dauerte noch eine Zeit bis ich es selbst realisiert hatte, ich war so unglaublich dankbar. Für die Kraft die er mir schenkte und die Ruhe bevor es an den Start ging. Es war einfach unbeschreiblich schön,  die wichtigste Person in meinem Leben bei dieser Prüfung bei mir zu haben, danke mein Schatz!

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Leichtathletik Examen. check! Bestzeit 3000m 12.32min

Zusammenfassung Laufen – ein harter Monat geht zu Ende, mit vielen Runden auf der Tartanbahn und vielen schnellen Kilometern, die ich ohne die Unterstützung von meinem Schatz wahrscheinlich nie geschafft hätte. Eine neue Bestzeit ist gefallen.

Rest

Auch eine Nacht im Freien haben wir uns nicht nehmen lassen. Im schönen Rohrachtal kann man locker ein Mal eine Nacht abschalten und einfach den ganzen Stress um einen herum vergessen. Unter den Sternen am Lagerfeuer einzuschlafen übertifft einfach alles. Mit dem Liebsten Würstchen und Brot grillen und einfach nur die Ruhe spüren, die einem der Wald und das Rauschen des Windes mitgeben.

Lagerfeuer und Zeltwohnung 

Zwischendrin gab es ja ab und zu im Monat Juli auch ein paar Sonnenstrahlen einzufangen, die haben wir uns im Freibad natürlich auch nicht nehmen lassen. Natürlich haben wir uns auch im Schwimmbad sportlichen Herausforderungen gestellt und sind ein paar Bahnen geschwommen, Michi wird immer schneller beim Brustschwimmen, da muss ich mich langsam schon in Acht nehmen!

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Im Clubbad die Sonne genießen, gehört auch dazu.

Ein weiteres Examen stand dieses Semester auch noch auf dem Plan, Fußball. Nach 12 Wochen Training, war das ganze aber doch relativ machbar. Das einzige was dabei wirklich schwierig war, war die Regeneration nicht außer Acht zu lassen.

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Fußball Examen geschafft, vier Mannschafte und viele zufriedene Gesichter!

Das war unser Monat Juli. Viel Schweiß, viel Energie und vor allem aber viel Spaß hatten wir bei unseren Einheiten und Ausflügen, ein anstrengender Monat, den wir gemeinsam gemeistert haben und rückblickend ein absolut geiler Monat!!! Auf dass noch viele weitere kommen werden 🙂 🙂 🙂 Haltet die Ohren steif, geht raus, genießt die Natur und bewegt euch.

Grüßle und viele schöne Sommertage im August

Eure Chiara 🙂

Endlich wieder Sonne

Juhu, die Sonne hat es endlich wieder geschafft sich durch die dicken Wolken hindurch zu kämpfen und wir sind natürlich draußen unterwegs.

Die harten Wochen des schlechten Wetters sind erst ein Mal vorbei. Bei den frühlingshaften Temperaturen zieht es uns in den letzten Tagen öfters auf das Rennrad. Zwar ist der Wind noch etwas gemein, aber wenn man einen starken Mann vor sich fahren hat, hält man es im Windschatten schon ganz gut aus. Na und Michi hat den doppelten Trainings Effekt, denn Gegenwind ist der beste Trainer!

Die letzten beiden Ausfahrten gingen in Michi’s alte Heimat nach Treuchtlingen. Einfach traumhaft dort. Schön welliges, hügliges Gelände, kaum Autos auf den Straßen und einen weiten Blick in die Ferne.

Die Berge hatten es ganz schön in sich…

Aber es gab zum Glück auch ein paar flache Stücke, beispielsweise in Abendberg mit Blick auf die Burg.

Die Feiertagsausfahrt hat es auf stolze 107km und 1460hm geschafft!
Es ging von Nürnberg aus über Stein auf die Frankenhöhe Richtung Spalter Hopfenland. Dort hätte sich Michi auch gerne niedergelassen, um ein Paar Bierchen zu zischen doch es ging direkt weiter. Endlich wurde es richtig schön hüglig (schon fast bergig) und es gab keine Gnade für die Wade(n)!
Von Spalt aus ging es zunächst einen laaangen Berg hoch der uns ins Fränkische Seenland führte. Hier hatten wir eine mega Aussicht in alle Himmelsrichtung, aber vor allem auf den Brombachsee.
Vom kleinen Brombachsee aus nach Absberg hoch kam auch sofort die nächste Bergwertung. Nun rollte es schön auf einsamen kleinen Sträßchen bis wir  Gunzenhausen erreichten.
Von dort aus ging es auf über den  härtesten Anstieg des Tages, den Spielberg auf den welligen Hahnenkamm und durchs Rohrachtal nach Treuchtlingen.
Leider hatten wir wirklich meistens Gegenwind sodass wir nie richtig Tempo machen konnten. Aber Gegenwind ist ein guter Trainer.
Die Ruhe und die schönen Ausblicke entschädigen doch für all diese Anstrengungen.
Das nächste mal fahren wir dann früher los und nicht erst mittags dann schaffen wir es auch noch wieder zurück nach Nürnberg zu radeln.

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Und einen Sonnenbrand haben wir beide auch mit nach Hause gebracht.
Das nächste mal gibts wieder mehr Sonnencrem.

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Michi hat sich sogar nach dem langen Tag noch an die Radpflege gemacht 🙂

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Natürlich sind wir im Moment auch läuferisch aktiv. Michi hat bei einem 8x 1000/1000 Training eine super Halbmarathon Zeit mit 1:28h  hingelegt. Auch bei mir geht es aufwärts mit dem Training für meinen 3000m Lauf im Juli. Allerdings macht das Radfahren einfach mehr Spaß momentan und darum geht es ja beim Sport.
Michi sagt immer Radfahren ist Balsam für die Seele.
Wer mal Lust hat sich anzuschließen kann das gerne machen.
Schreibt uns einfach an. Sonntag geht es wieder zum Höhenmeter Sammeln.

Genießt das schöne Wetter!!!

Eure Chiara 🙂

Survival-Tag in der Fränkischen Schweiz

Zu Weihnachten gab es für uns beide eine coole Überraschung. Survival Franken hat zwei Plätze für einen Survival Tag „Seminar“ verlost und wir haben gewonnen 🙂

Deswegen hieß es letzten Samstag für uns auf ins kalte Nass. Raus in die Natur und ins Überlebenstraining.

Los ging es mit ganz viel Regen und Wind in Bärnfäls, wo das total idyllische Gelände von Survival-Franken liegt. Der Regen war erstmal kein Problem für uns, denn wir hatten uns für unseren letzten Südtirol Urlaub schon richtig gute  GORE-TEX Regenjacken von Marmot gekauft die hier das erste mal einen richtigen härtetest bekommen sollten und diesen auch bestanden haben. Basti Ott von Survival Franken sorgte mit seiner unterhaltsamen Art auch bei schlechtem Wetter für gute Stimmung.

Gleich zu Beginn bekamen wir ein paar theoretische Infos. Wer in eine Notfallsituation gerät sollte zunächst an das Wort STOPA denken.

S = Stop

T = Think

O = Observe

P = Plan

A = Act

Diese Reihenfolge sollte man sich bewusst machen und bei Notfällen abrufen können, um nicht in Panik zu geraten.

Weiter ging’s dann durch den Wald auf eine große Wiese, auf der wir gemeinsam verschiedene Kräuter und Wurzeln sammeln durften. Unter anderem Spitzwegerich, Löwenzahn inklusive dessen Wurzeln und Girsch.

Danach haben wir versucht mit dem Kompass umzugehen. Es ging darum zu peilen. Das ganze einen Kilometer lang. Überraschend war, dass die Kursteilnehmer alle an unterschiedlichen Stellen am Ende raus kamen.


Unsere Peilung führte uns zu einer kleinen Feuerstelle, die zum Glück auch ein Dach und deshalb ein paar trockene Plätze für uns bereit hielt. Hier durften wir dann versuchen Feuer zu machen. Mit Hilfe eines Fire Sticks und eines Kienspanholzes ging das zum Glück ganz schnell, denn uns war nach drei Stunden Dauerregen schon ganz schön kalt.


 Nach einem Mittagessen (einem Chillieintopf) und unseren leckeren Wiesenkräutern (wurden eingekocht) ging es dann wieder in den Wald 🙂


  
Hier konnten wir eine  Abseiltechnik kennen lernen, die  in Notfällen auch im leichten alpinen Gelände anwendbar ist. Super!


 Nach dieser Aktion durften wir als letztes noch eine Bärenkralle basteln. Dazu benötigt man nur einen frischen Ast und ein bis zwei kleine Stöcke. Eine tolle Möglichkeit um Fische zu fangen 😉  Allerdings nicht in Deutschland da hier die Speerjagd verboten ist 😉


Gegen 17 Uhr war unser langer, nasser, kalter, windiger, aber interessanter Survival Tag dann zu Ende.


Danke Basti Ott, für die tollen Erfahrungen und Tipps.

Es ist einfach immer wieder schön die freien Tage in der Natur zu verbringen, egal bei welchem Wetter.

Wer jetzt neugierig ist und auch mel seine Kenntnisse in Sachen Survival auffrischen will der sollte unbedingt mal auf: www.survival-franken.de/  vorbeischauen und sich für einen Tages- oder Wochenendkurs anmelden.

Wir haben unseren kalten nassen  Tag dann mit einer warmen Badewanne bei Kerzenschein beendet 🙂

1000hm Runde: Viele Höhen, wenige Tiefen

Tatort: Pommelsbrunn 1000 hm Runde

Hauptrollen: Michael Schramm und Chiara Ringlein

Streckenlänge: 22,33 km

Höhenmeter: 1056+

Tempo: 7:15

Spaßfaktor: riesen groß

Endlich wieder Sonntag und Zeit für einen längeren Ausflug. Diese Woche haben wir uns ein lang ersehntes Ziel erfüllt, uns endlich auf den Weg in die schöne Fränkische Schweiz zu machen und die 1000 hm Runde abzulaufen, die Michi schon 2014 alleine gejoggt ist und sich dabei leider auf halber Strecke am Sprunggelenk verletzt hatte.

1000 hm das klingt ganz schön viel. Und das ist es auch. Seitdem Michi die Idee hatte, die Runde gemeinsam zu laufen, schwebte mir die Zahl in meinem Kopf herum. Ich hatte Respekt, aber auch richtig Lust darauf, ein mal wieder an die eigenen Grenzen zu kommen und einen neuen Höhenmeter Rekord aufzustellen.

Gesagt – getan!

Der Park & Ride Parkplatz der Bahn, in Pommelsbrunn, ist der optimale Startpunkt für die 22 km lange Strecke. Sie teilt sich in eine Nord- und eine Südschleife auf, wobei man sich raussuchen kann, wie herum man die Höhenmeter sammeln möchte. Wir haben mit der Nordschleife begonnen. Gleich zu Beginn der Strecke erfährt man, was es heißt ein paar Meter hinauf zu laufen, nämlich 150 hm. Da wird einem gleich am Anfang gezeigt, worauf man sich eingelassen hat. Doch die ganze Schinderei wird natürlich auch belohnt und das sogar recht bald, mit einem wunderschönen Ausblick auf Pommelsbrunn.

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Nach einer kurzen Pause geht es dann gleich weiter, natürlich bergauf. Zum Glück haben wir unsere Trailrunnig Stöcke in den Kofferraum geworfen, denn ohne ist es man machen Stellen doch etwas knifflig. Durch den Stockeinsatz bergauf kann man die Beine etwas entlasten und sich mit Armkraft zusätzlich nach oben drücken. Eine tolle Sache. Zunächst war ich etwas skeptisch, wozu ich denn Stöcke beim Joggen brauchen sollte, doch gleich beim ersten Anstieg habe ich verstanden wozu sie gut sind und warum Michi sie schon lange im Trailgelände dabei hat. Die Nordschleife führt uns weiter zu einem nächsten tollen Aussichtspunkt mit Blick auf den Happburger Stausee. Ein Traum!

Weiter geht es im welligen Gelände über Stock und Stein. Es macht richtig Spaß den Wald zu hören. Auf unserem Weg begegnen wir wenigen Menschen, was uns sehr gut gefällt. Man hat die Möglichkeit einfach ein Mal herunter zu fahren, nur bei sich selbst zu sein, die Ruhe und die Natur zu genießen. Einfach schön. Aber auch sehr anstrengend!

Nach einer Stunde gibt es dann die erste richtige Pause, denn ich muss Energie nachladen. Zum Glück haben wir unseren halben Hausstand eingepackt und finden in Michis Rucksack ein paar Gels und Riegel für mich. Das erste Gel musste daran glauben, dann konnte es gleich zügig weiter gehen. Wir genießen die Zeit zu zweit auf der ruhigen Nordschleife und folgen weiterhin der roten Beschilderung.

Der Weg führt uns weiter über Wurzeln und Laub. Hier ist es wichtig besonders konzentriert zu sein um unnötige Stürze zu vermeiden. Nach gut 1:30h beenden wir die Nordschleife, laufen wieder an dem Startpunkt, am Parkplatz, vorbei in den Süden. Hier beginnt die zweite Schleife. Wir haben nun mehr als die Hälfte der Höhenmeter bewältigt und sind guter Dinge, die zweite Runde auch problemlos zu schaffen.

Auch die Südschleife beginnt mit einem starken Anstieg. Doch wir wollten ja die 1000 hm voll bekommen. Also weiter. Schmale Wege führen uns wieder in den Wald und lassen das Laub unter unseren Füßen nur so rascheln. Hier treffen wir nun vermehrt auf Wanderer und MTB Fahrer, allerdings sind wir uns nicht sicher ob es an der vorangeschrittenen Zeit, bereits 15 Uhr, oder an den geringeren Anstiegen liegt. Doch auch hier sind wir überwiegend ungestört.

Nach Kilometer 17 dann der Schock Moment. Die Muskeln sind langsam schon etwas schwer und müde. Zum Trinken haben wir auch fast nichts mehr. Plötzlich macht mein Knie zu, die Muskeln geben nach und ich knicke mit dem linken Fuß um. Doch keine Sekunde später hab ich die Balance wieder gefunden. Doch der Schmerz meldet sich gleich. Ich setzte mich auf den trockenen Laubboden und die Stöcke fliegen von mir weg. Kann ich noch weiter laufen? Ist es ein Bänderriss? Warum hört dieser Schmerz nicht auf? Kann ich mein Sportstudium für dieses Semester knicken? Alles Fragen die mir durch den Kopf schießen. Zum Glück reagiert Michi sofort. Er nimmt mich am Arm und zieht mich rauf. Ich soll ein paar Schritte gehen und schauen, ob es schmerzt, wenn ich mit dem Fuß ganz normal auftrete. Nichts. Trotzdem bin ich noch etwas wacklig auf den Beinen. Meine Stöcke suchend bewege ich mich noch langsam voran, doch dann geht es wieder. Ganz vorsichtig jogge ich die ersten Schritte wieder. Die Sicherheit ist erst ein Mal dahin, aber ich kann noch auftreten, alles gut!

In solchen Momenten ist es toll einen Freund zu haben, der sich in dich hineinversetzten kann, deinen Schmerz versteht, aber dich dennoch ermutigt weiter zu laufen (denn gehend wären wir noch ewig unterwegs gewesen) und dich von deinem Schmerz ablenkt.

Nun sind es noch 5km bis zum Startpunkt. Die überwinden wir jetzt zwar etwas langsamer, als den Rest der Strecke zuvor, doch bald ist der Unfall fast vergessen und es geht zügig weiter. Die Strecke ist wirklich traumhaft schön, was auch von der Problematik mit dem Fuß ablenkt.

Nach 2:37h haben wir es dann geschafft. Eine tolle, erlebnisreiche, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Runde fertig zu laufen. Es gab viele tolle Aussichtspunkte und wir hatten gemeinsam großen Spaß daran in der Natur zu laufen!

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Unten angekommen haben wir schon unsere Belohnung für den langen und anstrengenden Lauf entdeckt. Ein großes Kneipp Becken lag in unmittelbarer Nähe von unserem Parkplatz. Hier konnte ich mein umgeknicktes Sprunggelenk kühlen und Michi die Regeneration ankurbeln, perfekt!

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Ein toller Ausflug mit vielen Höhen und wenig Tiefen 🙂

Danke mein Schatz, dass du mir so viel zutraust und mich immer wieder an meine Grenzen bringst. Mit dir gemeinsam geht es hoch hinauf 🙂

Hoffe ihr habt eueren Sonntag auch gut verbracht und könnt demnächst mal unsere Runde um Pommelsbrunn herum ablaufen.

Viele Grüße!

Eure Chiara

 

Frühlingsgefühle

Einfach mal genießen,
wenn es beim Lauftraining mal nicht so läuft, gibt es ja zum Glück noch Alternativen.
Das Frühlingserwachen in der Natur beflügelt da auch noch zusätzlich.
Endlich wird es richtig Frühling.
Laufen im T-Shirt und kurzer Hose und sogar auf dem Rennrad haben wir am Samstag schon die „kurz/kurz“ Saison eröffnet.
Nach drei Tagen entspanntem Sport letzte Woche wollt ich es am Freitag gleich mal wieder wissen. Der schöne Sonnenuntergang im Hainberg hat mich dann auch total beflügelt und ich bin mal eben einen welligen 20ger in 1:29 gelaufen :D.
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Einfach toll wenn die Natur und man selbst langsam wieder erwacht!
Samstag ging dann leider erst mal gar nichts mehr, denn ich hatte einen Muskelkater von den flachen Schuhen. Deshalb sind wir lieber, am Samstag, gemeinsam Radfahren gegangen.
Endlich in kurzen Hosen und kurzem Trikot.
Ein kleine Feierabend Runde zum Wassserturm  nach Tauchersruth mit tollem Blick auf Nürnberg.

Heute hatte ich dann endlich mal wieder frei und das Wetter war auch auf meiner Seite.

Da hab ich mir mein Rennrad geschnappt und bin einfach mal drauf losgefahren.
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Von Nürnberg aus ging es dann Richtung Kalchreuth auf meine Lieblingsrunde ins Schnaittacher Umland. Ich mag die Ruhe, die einsamen schmalen Sträßchen, den weiten Blick nach einem ordentlichen Anstieg und die Natur. Das ist wie Balsam für die „gestresste“ Seele.

Beflügelt von den tollen Eindrücken am Straßenrand lief es dann auch echt flüssig und rollte gut vor sich hin.


Ich hoffe das ich den Schwung ins Lauftraining mitnehmen kann und es da weiter vorwärts geht.Liebe Grüße euer Michi